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Person record

Adolf Friedrich von der Schulenburg

* 3 July 1855 · Beetzendorf† 13 September 1925 · Beetzendorf
♂
Gender
male
Birth
3 July 1855 · Beetzendorf
Death
13 September 1925 · Beetzendorf
Age
70 years

Leers 1914 Nr. 1274: Ritterakademie Brandenburg 1868–1875, Gardes du Corps, Forstassessor, 1897–1905 Oberförster in Walsrode, Rittmeister d. Res.; seit 5.1.1911 Fideikommissherr auf Beetzendorf und Osterwohle. Gedenkstein auf dem Gutsfriedhof Beetzendorf.

Die Berufung nach Walsrode steht im Deutschen Reichsanzeiger vom 30. Juni 1897 zwischen den übrigen Forstverleihungen des Tages: »dem Oberförster Grafen von der Schulenburg die Oberförsterstelle Walsrode, Regierungsbezirk Lüneburg«. Acht Jahre hat er den Lüneburger Forst verwaltet, ehe er nach Beetzendorf zurückkehrte, wo er 1855 geboren worden war.

Am 5. Januar 1911 starb auf Beetzendorf und Osterwohle Reichsgraf Werner von der Schulenburg, geboren am 1. April 1829 – an eben dem Tag trat Adolf Friedrich das Fideikommiss an. Werner war sein Vater: Das Gothaische genealogische Taschenbuch der gräflichen Häuser von 1888 führt unter der Speziallinie Beetzendorf Adolf Friedrich, geboren am 3. Juli 1855, als erstes Kind Werners und der Bertha geborenen Gräfin von der Schulenburg aus dem Hause Wolfsburg, mit der Werner seit dem 23. September 1854 verheiratet war. 1904 feierten die beiden in Beetzendorf goldene Hochzeit.

Der Nachruf der Halleschen Zeitung zeichnet das Haus, in das Adolf Friedrich hineinwuchs. Werner war Erbküchenmeister der Kurmark, Oberstleutnant a. D., Rechtsritter des Johanniterordens, achtzehn Jahre lang Drömling-Schaudirektor, Abgeordneter der äussersten Rechten im preußischen Abgeordnetenhaus und im norddeutschen Reichstag und seit 1893 Senior des Geschlechts. Von ihm stammt das Beetzendorf, das Adolf Friedrich übernahm: Er habe, schreibt das Blatt, »das schlichte Herrenhaus der weißen Linie zu einem stattlichen Schloßbau umgestaltet« und die Burgruine im Garten durch stilgerechte Erneuerung vor dem Verfall bewahrt.

Am 10. Oktober 1907 heiratete Adolf Friedrich in Berlin Hertha von Gerlach aus Parsow, die sechzehn Jahre jünger war; das Wiener Salonblatt zeigte die Hochzeit am 19. Oktober 1907 an. Als er am 13. September 1925 auf Beetzendorf starb, stand er im einundsiebzigsten Lebensjahr und hinterliess zwei Kinder, Werner und Asta.

Die Familie ist danach noch zweimal in den Blättern zu fassen. Im März 1926 bestand ein »Graf von der Schulenburg aus Beetzendorf« die Reifeprüfung an der Klosterschule Roßleben, die schon Reichsgraf Werner besucht hatte – der Sohn. Im Oktober 1926 beantragte der neue Inhaber des Gräflich von der Schulenburgschen Familienfideikommisses Beetzendorf-Osterwohle im Reichsanzeiger einen Familienschluss wegen Belastung des Familiengutes.

Quellen: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger, 30. Juni 1897, S. 1, und 6. Oktober 1926, S. 15; Hallesche Zeitung, 8. Januar 1911, S. 13 (Dritte Beilage zu Nr. 13); Merseburger Korrespondent, 16. März 1926, S. 3; Wiener Salonblatt, 19. Oktober 1907, und 4. Oktober 1925, S. 9; Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser 61 (1888), S. 902 f. (Münchener DigitalisierungsZentrum, bsb11606933). Zeitungen im Deutschen Zeitungsportal der Deutschen Digitalen Bibliothek und bei ANNO, abgerufen am 16. September 2026.

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