Person record
Henne Gerlach
- Gender
- male
- Birth
- about 1420
- Death
- after 1470
- Age
- at least 50 years
Sohn des Gerlach zu Obermelsungen, mit dem die überlieferte Stammreihe beginnt. Über ihn selbst ist nur bekannt, was die Reihe verlangt: zwei Söhne, Henne und Contze. Die Familie sass damals in Obermelsungen an der Fulda in Nordhessen und lebte vom Ackerbau; vom Adel ist bei ihr noch zweihundert Jahre lang keine Rede. Die Reihe steht in Percy Ernst Schramms Aufsatz über die Vorfahren Leberechts von Gerlach, Archiv für Sippenforschung, Heft 9, 1963.
DAS REGISTER VON 1470: DREI GERLACH NEBENEINANDER
Im Jahr, auf das die Überlieferung den Tod des Stammvaters setzt, führt das Zinsregister von Obermelsungen erstmals den neuen Zunamen: zweimal einen Hene Gerlach – der eine mit einer Hufe und zwei Achtteilen, der andere mit dem Dritteil einer halben Hufe und Rodland – und einen Hentze Gerlach, während das geerbte Land »von der Thamen seligen wegin« zinst. Zwei Träger desselben Vornamens nebeneinander: das Register unterscheidet sie nur durch ihren Besitz.
(Hessisches Staatsarchiv Marburg, Rechn. I, 82/20, Zinsregister des Rentmeisters 1470, Aufnahme 13, am Seitenbild gelesen.)
DIE BRÜDER IN DEN AMTSBÜCHERN, 1457 BIS 1459
Noch zu Lebzeiten des Vaters greifen die Rechnungsbücher die Brüder einzeln. 1457 zahlen »Gerlaches Sonen«, sesshaft zu Obermelsungen, gemeinsam fünf Pfund Busse, und Contze pachtet für sechs Pfund die Wiesen zu Schwarzenberg. 1458 kauft ein Heintze Gerlach zwanzig Pfund Schmalz aus dem herrschaftlichen Verkauf. 1459 zahlt ein Henne Gerlach drei Pfund Wassergeld für eine Strecke der Fulda-Fischerei, 1460 zahlt ein Hentze Gerlach denselben Satz, und 1470 steht ein Hentze Gerlach als einer der obersten Fischer der Stadt mit wieder denselben drei Pfund. Das Wasser der Fulda zieht sich damit über elf Jahre durch die Bücher der Familie.
(Hessisches Staatsarchiv Marburg, Rechn. I, 81/14 von 1457, Aufnahmen 3 und 4; 81/17 von 1458, Aufnahme 3; 81/19 von 1459, Aufnahme 4; 81/21 von 1460, Aufnahme 4; am Seitenbild gelesen.)
Sources
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