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Person record

Sophie Hedwig von Poyda

† 1805
♀
Gender
female
Death
1805

Frau Martins von Gerlach (1716–1760), eines Sohnes Lebrechts von Gerlach und der Lucia am Ende. Ihr Vater war der Major Carl Wilhelm Poyda: Die Karte ihres Mannes im Offizierskartotek des dänischen Reichsarchivs nennt sie »Datter af Major Carl Wilhelm«. Das Handbuch des Preußischen Adels von 1893 lässt sie in Norwegen geboren und im April 1760 zu Ganzkow gestorben sein – in demselben Monat wie ihren Mann, der dort am 14. April 1760 starb, als das russische Korps Tottleben durch die Gegend zog. Beim Tod irrt das Handbuch: Nach Brüggemann (1784) überliessen Martins Witwe und seine Schwestern Ganzkow am 18. Juli 1764 seinem Bruder Friedrich Wilhelm, und die Kreisbeschreibung »Der Kolberg-Körliner Kreis« (1909) sagt es ebenso. Gestorben ist sie erst 1805, fünfundvierzig Jahre nach ihrem Mann. Das Register der dänischen Offizierswitwenkasse, das den einzahlenden Offizier und seine Frau unter derselben Aktenkennung führt, verzeichnet unter G. 1515 »Martin Leberecht Frid., kaptajn og regimentskvartermester, d. 1760« und »Poÿda v. – Sophia H. g. v. Gerlach, d. 1805«.

WO IN NORWEGEN

Das Handbuch des Preußischen Adels sagt nur »geb. in Norwegen«. Der Ort ergibt sich aus dem Dienst ihres Vaters. Olai Ovenstads Militärbiographien der norwegischen Armee geben Carl Wilhelm Poydas Laufbahn Schritt für Schritt: Hauptmann seit dem 28. Februar 1718, vom 15. August 1718 an Chef der ersten ryfylkischen Kompanie des zweiten vesterlenschen nationalen Infanterieregiments, Majorscharakter am 4. November 1733, am 31. Mai 1737 als Sekondmajor zum oldenburgischen Regiment versetzt. Neunzehn Jahre lang, von 1718 bis 1737, sass diese Kompanie in Hjelmelandsvågen im Kirchspiel Hjelmeland, Ryfylke in Rogaland. Dort führte Poyda den Gasthof Solensteen, war seit 1723 Miteigentümer der Kirchen von Hjelmeland, Fister und Årdal und liess die kleinen Särge seiner verstorbenen Kinder unter dem Fussboden der Kirche beisetzen. Er selbst war in Sachsen geboren.

In diesen neunzehn Jahren ist sie zur Welt gekommen, gleich aus welcher der drei Ehen. Ihr Taufeintrag ist nicht zu haben und wird es nicht werden: Das älteste erhaltene Kirchenbuch von Hjelmeland beginnt erst 1760.

Quellen: Rigsarkivet, Register over indskyderne i Landmilitæretatens Pensionskasse og den Almindelige Enkekasse, S. 310 und S. 804 (Arkivalieronline, Bilder 40425090 und 40425588); Rigsarkivet, Hirsch’ kartotek over danske og norske officerer 1648–1814, Karte Martin von Gerlach (Bild 37656145), Fussvermerk »ref Sgr 10/8 1763«; Ludwig Wilhelm Brüggemann, Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern, II. Theil, Stettin 1784; Der Kolberg-Körliner Kreis, 1909; Olai Ovenstad, Militærbiografier. Den norske hærs officerer, Bd. 2, Oslo 1949, S. 264; Ortsgeschichte von Hjelmeland (Brandal); Riksarkivet Oslo, Personaliasamlingen, Mappe »Poyda«, AV/RA-EA-4025/G/L0100/0039 (1735–1753).

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