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Person record

Otto Wolf Leopold von Gerlach

* 15 June 1869 · Frankfurt am Main† 2 December 1924 · Warstade
♂
Gender
male
Birth
15 June 1869 · Frankfurt am Main
Death
2 December 1924 · Warstade
Age
55 years

Reichsanzeiger 26.11.1892: Verlobung als Leutnant (Berlin) mit Melitta von Issendorff (Dresden); 28.9.1893: Vermählung; NAZ 15.10.1897: Geburt eines Sohnes (Premierleutnant, Berlin). Gotha 1937 (Issendorff): † Warstade 2.12.1924, Oberstleutnant a. D.; 1911 Hauptmann und Kompaniechef im Garde-Füsilier-Regiment, 1917 Major und Direktionsmitglied der Kriegsakademie Berlin; Verlobung mit Melitta von Issendorff (Berliner Börsen-Courier 1892).

WARSTADE AN DER NIEDERELBE

Es war das Haus seiner Schwiegereltern. Warstade liegt bei Basbeck an der Niederelbe, im alten Herzogtum Bremen, und dort sass Claus von Issendorff, Generalleutnant ausser Dienst und – so führt ihn eine Familienanzeige von 1903 – »Erbschenk im Herzogtum Bremen«. Dessen Tochter Melitta hatte er 1893 geheiratet.

Am 1. Juli 1904 meldet der Reichsanzeiger unter den Familiennachrichten: »Eine Tochter: Hrn. Hauptmann Otto von Gerlach (Warstade, Prov. Hannover)«; zwei Tage später steht dasselbe in der Norddeutschen allgemeinen Zeitung. Es ist die Geburt seiner jüngsten Tochter Oda am 29. Juni 1904 – und die Meldung nennt ihn bereits Hauptmann, sieben Jahre früher, als es die Geschlechterbücher tun.

Siebzehn Jahre später führt ihn das Anschriftenverzeichnis des deutschen Adels an derselben Stelle: »Gerlach, v., Otto, Oberstleutnant a. D., Warstadt b. Basbeck in Hannover«. Dort starb er 1924. Und noch im Dezember 1926 nennt ein Aufgebot im Reichsanzeiger nebeneinander »Hans von Issendorff in Warstade« und »die Witwe Melitt[a]« – die Familie sass weiter im Haus.

Ein preussischer Gardeoffizier aus Frankfurt am Main, der an der Kriegsakademie in Berlin unterrichtete, hatte also seinen Wohnsitz in einem niedersächsischen Marschdorf, weil er dorthin geheiratet hatte.

Quelle des Nachtrags: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger vom 1. Juli 1904 und vom 28. Dezember 1926; Norddeutsche allgemeine Zeitung vom 3. Juli 1904; Dresdner Journal vom 9. Oktober 1903 (Zeitungsportal der Deutschen Digitalen Bibliothek); Kalender der Deutschen Adelsgenossenschaft 1921 (Digitalisat der Biblioteka Elbląska).

Getraut wurde am 25. September 1893 in Dresden, der Heimatstadt der Braut – so der Issendorff-Artikel des Gotha von 1902 (»verm. das.«) und von 1919 (»Dresden 25. Sept. 1893«) und die Anzeige »(Dresden)«. Hauptmann war er spätestens im Oktober 1903: Die Todesanzeige für die Stiefmutter seiner Frau, Klothilde von Issendorff geborene von Baumbach, gestorben in Warstade am 8. Oktober 1903, unterzeichneten »Claus von Issendorff, Generallt. z. D., Erbschenk im Herzogtum Bremen«, »Melitta von Gerlach, geb. v. Issendorff, Otto von Gerlach, Hauptmann i. Garde-Füs.-Reg. und 5 Enkel« (Dresdner Journal 9. Oktober 1903). Zwei Monate nach seinem Tod heiratete seine Tochter Elisabeth den Oberleutnant zur See Otto Fricke: »Vermählt. Hr. Oberleutnant z. See Otto Fricke mit Frl. Elisabeth v. Gerlach (Warstade)« (Berliner Börsen-Zeitung 11. Februar 1925).

Vater und Sohn, zwei Kriege, eine Signaturenreihe: Dieselbe Sammlung des Bundesarchivs führt unmittelbar neben den Akten Konrads drei Bände zum Ersten Weltkrieg unter dem Namen des Sohnes. Sie laufen vom 5. Januar 1915 bis zum 13. Dezember 1916, vom 12. Januar bis zum 30. August 1917 und vom 4. August 1917 bis zum 6. Dezember 1918. Quelle: Bundesarchiv, BArch MSG 2/12252–12254 (alt MSG 1/1607–1609).

GEBOREN IN EINER GARNISONSTADT

Er kam am 15. Juni 1869 in Frankfurt am Main zur Welt, wo sein Vater als evangelischer Divisionspfarrer der 21. Division im Dienst stand und in der Hochstrasse 13 wohnte. Ein Jahr später zog der Vater als Feld-Divisionspfarrer bei der Artillerie des XI. Armeekorps ins Feld und schrieb von dort zehn Monate lang nach Hause; fünfundvierzig Jahre danach schrieb der Sohn aus dem Ersten Weltkrieg drei weitere Bände, die im Bundesarchiv unmittelbar neben denen des Vaters liegen.

Quellen: Handbuch des Preußischen Adels, Bd. 2, Berlin 1893, S. 258 (MDZ bsb11834032); Adressbuch von Frankfurt am Main 1874, S. 671 (MDZ bsb11183928); Bernhard Rogge, Die Evangelischen Feld- und Lazareth-Geistlichen … 1872, Zweite Abteilung, S. 243 (MDZ bsb11004204); Bundesarchiv, BArch MSG 2/12252–12254. Abgerufen am 16. September 2026.

BEIM GARDE-FÜSILIER-REGIMENT

Die Rangliste von 1901 führt ihn beim Garde-Füsilier-Regiment in Berlin unter den Oberleutnants, mit dem Patent vom 1. September 1896 und der Ziffer für die fünfte Kompagnie. Dass es wirklich er ist, sichert die Umgebung: Auf derselben Seite stehen Freiherr von Fircks, zur Kriegsschule in Danzig kommandiert, Nickisch von Rosenegk, zur Kriegsschule in Engers kommandiert, und von Livonius beim Generalstabe – dieselben Namen, die in den Jahrgängen davor neben dem seinen standen.

Quelle: Rangliste der Königlich Preußischen Armee 1901, S. 126 (MDZ bsb12074672, Bild 00160).

Sources

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Date of birth
JvG 2015, S. 238–247
Date of death
JvG 2015, S. 238–247

Parents

Siblings (2)

Spouses / partners

Children (5)

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