Person record
Anna Dorothea Maria Sachse
- Gender
- female
- Birth
- 31 August 1634 · Köthen
- Death
- 6 January 1707 · Bernburg
- Age
- 72 years
Geboren am 31. August 1634 in Köthen, gestorben am 6. Januar 1707 in Bernburg. Frau des Kammer- und Amtsverwalters Martin Gerlach und Mutter Leberechts von Gerlach, mit dem die Familie nach Hinterpommern und in den Adel kam. Ihren Mann überlebte sie um zwanzig Jahre; das Adelsdiplom für ihren Sohn, 1735 ausgefertigt, hat sie nicht mehr erlebt.
KÖTHEN UND DER SUPERINTENDENT SACHSE
In Köthen, wo sie 1634 zur Welt kam, stand damals M. Daniel Sachse als fürstlich anhaltischer Pastor und Superintendent – achtunddreissig Jahre lang, wie es die Grabschrift auf dem Gottesacker vor der Stadt zählte. Becmann hat ihm in seiner Historie des Fürstenthums Anhalt eine eigene Lebensbeschreibung gewidmet: 1596 in Halberstadt als Sohn des gleichnamigen Superintendenten geboren, nach dem Tod des Vaters 1605 mit Mutter und Geschwistern nach Zerbst gezogen, damit sie reformiert erzogen würden, 1617 in Marburg Magister, danach in Heidelberg Schüler des David Pareus und des Heinrich Alting, 1621 in Leiden, 1624 über die Zuidersee zurück nach Anhalt, ab 1627 Hofprediger, ab 1632 Superintendent zu Köthen und nacheinander Hofprediger von sechs regierenden Fürsten zu Anhalt. Er starb am 7. Juni 1669; seine zweite Ehe hatte da zweiundvierzig Jahre gedauert, seine Kinder waren also Köthener Kinder.
Die gedruckte Leichenpredigt, die Theodor Christoph Cautius 1669 zu Köthen auf Daniel Sachse hielt, enthält den Lebenslauf, den der Verstorbene selbst geschrieben hat, und dieser nennt seine Kinder mit Namen: »Sind also noch im Leben ein Sohn/ und zwo Töchter. Davon der Sohn Johannes Sachsius/ Fürstl. Anhaltischer Hoffprediger allhier/ die Eltere Tochter/ Anna/ an H. Martin Gerlach/ Fürstlichen Anhaltischen Amtschreiber zu Warmsdorff/ und die Jüngere Elisabeth/ an Herrn Ferdinand Albert Kruckschanck wenig Wochen vor seinen sel. Abschiede verheyrahtet.« Sie ist also die ältere Tochter, und ihr Mann wird im Juni 1669 unabhängig als Amtschreiber zu Warmsdorf bezeugt. Alle drei Geschwister standen mit der Mutter und den Enkeln am Grabe. (VD 17, 3:677870N; Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Exemplar 78 L 1765, Bild 54 und 55, am Seitenbild gelesen.)
Quelle: Johann Christoph Becmann, Historie des Fürstenthums Anhalt, Zerbst 1710, Teil VII, Kapitel III (Von unterschiedenen Gelehrten), S. 357 f.