von Tiedemann
Niederdeutschland · Vechta, dann Danzig und Westpreußen
Wappen: Adolf Matthias Hildebrandt, in: Alfred von Krane, Wappen- und Handbuch des landgesessenen Adels; Wikimedia Commons, gemeinfrei
Die zweite Ehe Martins von Gerlach, acht Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau. Eva kam am 7. November 1855 in Danzig zur Welt, wo ihre Familie seit 1538 saß, und starb am 11. April 1945 in Blankenburg im Harz, fünf Jahre nach ihrem Mann und in den letzten Kriegswochen. Kinder sind aus keiner der beiden Ehen verzeichnet.
Ein niederdeutsches Geschlecht, urkundlich seit dem sechzehnten Jahrhundert und vermutlich älter. Caspar Tideman aus Vechta im Stift Münster setzte sich nach dem großen Brand von 1538 dauerhaft in Danzig fest; in den folgenden Generationen verschwägerte sich die Familie mit dem Danziger Patriziat und mit dem pommerellischen und pommerschen Adel. Vom Ende des sechzehnten Jahrhunderts an erwarb sie Rittergüter im späteren Westpreußen, unter anderem Baldow, Prangschin, Russoschin, Woyanow und Goschin, und gehörte nach dem Übergang Westpreußens 1772 und Danzigs 1793 an Preußen zum dortigen landsässigen Adel. Das Wappen ist seit der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts bezeugt: in Blau ein silberner Wellenbalken, darüber eine Schlange, darunter eine silberne Taube mit roter Bewehrung. Der Wahlspruch lautet: klug wie die Schlange, stetig wie der Strom, friedlich wie die Taube.
Quellen: Degener Verlag, Deutsches Familienarchiv Bd. 160 »von Gerlach – Lebensbilder einer Familie«; Wikipedia-Artikel zu den genannten Familien; Wikimedia Commons (Wappenbilder). Angaben nach bestem Wissen. Jürgen von Gerlach: von Gerlach. Lebensbilder einer Familie in sechs Jahrhunderten (Deutsches Familienarchiv 160), Insingen 2015. Alle Quellen. Für Korrekturen oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an die Familienverwaltung.