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Wappen Familie von Gerlach
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Historische Güter

Schlösser, Rittergüter und Herrensitze der Familie von Gerlach

Über Generationen hinweg war die Familie von Gerlach Eigentümer bedeutender Rittergüter und Herrensitze in Pommern und der Neumark. Diese Besitzungen – heute polnisches Territorium – prägten das Leben und das Selbstverständnis der Familie für mehr als anderthalb Jahrhunderte.

Lage der Güter

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Kartengrundlage: OpenStreetMap-Mitwirkende · Koordinaten: geografisch verifiziert

Chronik & Geschichte

Schloss Parsow

Besitzzeitraum1779 – 1945LageHinterpommernHeuteParsowo, PolenFläche727 ha
Schloss Parsow (Pałac w Parsowie)

Foto: Wikimedia Commons

Stammgut der pommerschen Linie der Familie, erworben 1779 durch Geheimen Finanzrat Friedrich Wilhelm von Gerlach. Das Schloss beherbergte eine Fideikommissbibliothek mit 4.000 Bänden zur pommerschen Geschichte – eine der bedeutendsten privaten Sammlungen Hinterpommerns.

Chronik

  1. 1172

    Erste urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde Herzog Kasimirs I. von Pommern.

  2. 1558

    Erlöschen der Eigentümerfamilie von Parsow mit Lorenz von Parsow; das Gut wechselt die Besitzer.

  3. 1765

    Friedrich Wilhelm von Gerlach erwirbt das Nachbargut Schwemmin – erster Gerlachscher Besitz in Hinterpommern.

  4. 1779

    Friedrich Wilhelm von Gerlach, Geheimer Finanzrat, erwirbt Parsow.

  5. 1782

    Errichtung des barocken Mitteltrakts.

  6. 1809

    Im Testament von Ludwig Wilhelm August von Gerlach werden Parsow und Schwemmin zum Fideikommiss bestimmt. Erster Inhaber wird sein Sohn Carl Heinrich von Gerlach (1783–1860).

  7. ~1860

    Bogislaw von Gerlach ergänzt einen Nordflügel im Tudor-Stil.

  8. 1910

    Errichtung des Südflügels.

  9. 1922

    Umfassende Neugestaltung vereinheitlicht das Gesamtensemble.

  10. 1945

    Besetzung durch die Rote Armee. Die Fideikommissbibliothek wird weitgehend vernichtet. Carl August von Gerlach-Parsow (1883–1945) wird verschleppt und ermordet.

Alle Güter befinden sich heute auf polnischem Staatsgebiet und gingen infolge der Vertreibung von 1945 aus Familienbesitz verloren.