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Wappen Familie von Gerlach
Alle Güter

Gut Schötzow

Besitzzeitraum1781 – 1796/97LageHinterpommernHeuteSkoczów, PolenFläche~777 ha
Gut Schötzow, Lithografie aus der Sammlung Duncker

Alexander Duncker (Sammlung Duncker), Wikimedia Commons, gemeinfrei

Von den Brüdern Ludwig Wilhelm August und Carl Friedrich Leopold von Gerlach 1781 gemeinsam erworben und von Carl Friedrich Leopold 1796/97 wieder verkauft – der Erlös trug den Kauf von Rohrbeck. Das heutige Schloss bauten erst die Nachbesitzer Schroeder 1839.

Chronik

  1. 1276

    Erste Erwähnung als »Schotsow«: Bischof Hermann von Gleichen bestätigt dem Kolberger Domkapitel den Zehnten.

  2. 1661

    Als neues Lehen an den brandenburgischen Offizier Caspar von Cronenfels.

  3. 1750

    Die von Cronenfels lassen Schötzow allodifizieren (Reskript vom 20. Juni 1750) – aus dem Lehen wird freies Eigentum.

  4. 11. April 1781

    Die fünf Töchter des Christoph August von Cronenfels verkaufen Schötzow an die »Gebrüder von Gerlach«.

  5. 1796/97

    Carl Friedrich Leopold von Gerlach verkauft Schötzow, Ganzkow und Mechenthin – so die Mitteilung der Familie an Bagmihl (1843). Käufer von Schötzow ist ein Herr von Müller; 1804 wird Leutnant Anton von Zastrow genannt.

  6. 1811

    Verkauf an den dänischen Konsul Ernst Friedrich Schroeder in Kolberg; 1838 an dessen Sohn Heinrich Louis Ottomar Schroeder. Dem Konsul gehörte da schon Rützow, das er 1807 gekauft hatte – der dritte Teil des Kolberger Gerlach-Besitzes. Binnen vier Jahren hatte er zwei der drei Güter beisammen, die fünfzehn Jahre zuvor noch der Familie gehört hatten.

  7. 1839

    Die Schroeders bauen das klassizistische Gutshaus mit zwei Türmen, das Duncker 1866 abbildet. Es steht noch – nur der Ostturm ist erhalten – und ist als Denkmal eingetragen.

  8. Um 1910

    Das Haus, das die Nachbesitzer 1839 errichten ließen, ist im Aufriss überliefert. Die Monografie über den Baumeister Ernst Rossius-Rhyn bringt drei Blätter: »Schloß Schötzow. Alter Zustand« zeigt die Hoffront vor dem Umbau – zwei Geschosse, elf Achsen, Mittelrisalit und zwei vorgezogene Eckpavillons, ganz wie auf Dunckers Lithografie. Daneben stehen zwei Entwürfe für einen Umbau, der eine mit einer Laterne über der Mitte, der andere mit flachem Giebel und Freitreppe. Ob gebaut wurde, sagt das Buch nicht. Für die Familie sind die Blätter mittelbar: Sie zeigen nicht ihr Haus, sondern das der Nachfolger – aber es ist der einzige überlieferte Aufriss, der von Schötzow bekannt ist.

Bilder

  • 1866Das Textblatt zur Lithografie: der Verkauf durch Carl Friedrich von Gerlach an einen Herrn von Müller, 1811 an Konsul Schroeder.

    Alexander Duncker, Die ländlichen Wohnsitze, Bd. 8 (1865/66) · ZLB Berlin, gemeinfrei

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  • Gut SchötzowSkoczów 48, gmina Dygowo, PL1781–1805 (Gut (Familienbesitz))

Die pommerschen Güter und Gut Rohrbeck in der Neumark liegen heute auf polnischem Staatsgebiet und gingen 1945 durch die Vertreibung aus Familienbesitz verloren. Nienburg an der Saale ist kein Gut, sondern ein Ursprungsort der Familie in Deutschland.

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