Carl August von Gerlach-Parsow
1883 – 1945
Letzter Fideikommissherr auf Parsow · Schwemmin · Trienke · Drosedow
Stammsitz: Schloss Parsow (Hinterpommern)
⌖ Im StammbaumCarl August von Gerlach-Parsow war der letzte Herr auf Schloss Parsow und Rittergut Schwemmin, verheiratet mit Ruth von Bonin-Bottschow. In seinen Händen vereinten sich alle pommerschen Besitzungen der Familie: Parsow (727 ha), Schwemmin (773 ha), Trienke (rund 1.700 ha, bewirtschaftet von seinem Sohn August-Tessen) und Drosedow (rund 1.310 ha, verpachtet). Unter seiner Leitung wurde das Gesamtensemble von Schloss Parsow 1922 einheitlich neugestaltet. Im Frühjahr 1945 besetzte die Rote Armee die Güter. Carl August von Gerlach-Parsow wurde verschleppt und ermordet. Mit ihm endete die Gerlachsche Gutsfolge in Hinterpommern.
Chronik
- 1883
Geboren am 2. Dezember in Köslin, wo sein Vater August Landrat war; die Taufnamen lauten Karl August Bogislav Bernd Hermann Jakob (Genealogisches Handbuch des Adels).
- 1883
Geboren als Sohn des Fideikommissherrn auf Parsow-Schwemmin.
- 14. November 1905
Das Verzeichnis der Jahresjagdscheine, die der Kreis Köslin vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 1905 ausgab, führt unter der laufenden Nummer 51: »Karl August v. Gerlach, Student, Parsow«, gültig vom 14. November. Er ist einundzwanzig, der Vater lebt noch, Parsow gehört ihm nicht. Ringsherum in derselben Spalte stehen der Regierungspräsident Graf von Schwerin, ein Oberförster aus Manow, Gastwirte, Halbbauern, ein Fischereipächter und ein Bautechniker – der Jagdschein war in diesem Kreis kein Standesabzeichen.
- 1907
Am 31. März löst er in Köslin einen Jahresjagdschein; das Verzeichnis des Landrats von Eisenhart-Rothe führt ihn als »v. Gerlach, Karl August, Rittergutsbesitzer, Parsow«. Es ist der erste amtliche Beleg für ihn als Herrn auf Parsow nach dem Tod des Vaters.
- 1909
Verlobung mit Ruth von Bonin (Dresdner Journal, 29. Oktober); im Jahr darauf Hochzeit.
- 1910
Heirat am 21. Juni mit Ruth von Bonin (* Bottschow 1888, † 1964); der Gotha nennt ihn Fideikommissherrn auf Parsow und Schwemmin, Herrn auf Trienke und Drosedow, Leutnant der Reserve im 1. Garde-Dragoner-Regiment und Ehrenritter des Johanniterordens. Der Reichsanzeiger verzeichnet die Vermählung am 23. Juni unter den Familiennachrichten (»Parsow«). Die Berliner Zeitschrift Sport im Bild bringt im selben Jahrgang eine Aufnahme der Hochzeitsgesellschaft und nennt ihn dabei Königlich Preußischen Leutnant im 1. Garde-Dragoner-Regiment.
- 1911
Ende März wird auf dem Bonin-Gut Bottschow der Sohn Tessen geboren (Reichsanzeiger 4. April). Als »Referendar a. D. und Fideikommißbesitzer« lässt er 1911/12 alte Eigentums- und Hypothekeneinträge im Grundbuch von Drosedow löschen (Aufgebote beim Amtsgericht Kolberg, Reichsanzeiger 3. Oktober 1911 und 2. Mai 1912).
- 1912
Ende November wird ein Sohn geboren (Anzeigen in der Berliner Börsen-Zeitung und im Reichsanzeiger, 1./2. Dezember) – neben Tessen (* 1911) ein zweites Kind, über das die Personenliste nichts sagt.
- 1912
Mitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft – als »Referendar a. D. u. Rittergutsbesitzer auf Parsow bei Nassow«, ebenso wie sein Bruder Klaus als Landrat in Bütow (Mitteilungen der DDG 1912); ein Jahrbuch der preußischen Millionäre nennt ihn im selben Jahr Leutnant der Reserve im 1. Garde-Dragoner-Regiment und verheiratet mit Ruth von Bonin.
- 1916
Als Oberleutnant der Reserve des 1. Garde-Dragoner-Regiments steht er im März in einer Ordensliste des Reichsanzeigers (3. März 1916) – sein Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. Von der Ostfront berichtet er als Landwirt: Sein Aufsatz »Landwirtschaftliches von der Pinsker Nase (Beschreibung eines Rittergutes)« erscheint im Pommernblatt (Jg. 19, Nr. 42, S. 672–677) und in der Deutschen Landwirtschaftlichen Presse (Jg. 43, Nr. 80/81) – verzeichnet in der Bibliographie des Deutschen Landwirtschaftsrats 1917.
- 1916
Als Kirchenpatron stiftet er mitten im Krieg zwei Summen: tausend Mark der Kirche zu Trienke – zu deren Ausschmückung oder zur Unterhaltung der Grabstätte der Vorfahren seiner Großmutter Charlotte von Beyme – und viertausend Mark der Kirche zu Drosedow (Kirchliches Amtsblatt der Provinz Pommern).
- 1917/18
Im Wald etwa anderthalb Kilometer vom Schloss setzt er seinen Kriegspferden ein Denkmal: ein Findling mit den Inschriften »Garde-Drag[oner]«, »Osten – West« und »Mein Kriegsfreund Lotta« sowie den Jahreszahlen 1914 und 1917/18, umgeben von kleineren Steinen – der »Pferdefriedhof« von Parsow, den die Kösliner Regionalpresse 2005 wieder aufsuchte (Głos Słupski, Januar 2005).
- 1919
Im Februar wird eine Tochter geboren (Reichsanzeiger 20. Februar). Am 18. August wird der Rittmeister Karl August von Gerlach als Vorstandsmitglied der Kösliner Aktienbierbrauerei eingetragen, in der schon sein Vater im Aufsichtsrat saß (Berliner Börsen-Zeitung 28. August 1919). Schon 1916 saß er als Rittmeister im Aufsichtsrat der Brauerei neben Rittmeister von Blanckenburg-Schötzow (Vorsitz), Graf Kleist-Retzow und Rittmeister von Gaudecker (Reichsanzeiger 25. November 1916); bis in die 1930er Jahre zeichnet er die Einladungen zur Generalversammlung als Vorsitzender des Aufsichtsrats (Reichsanzeiger 10. Februar 1930, 5. Februar 1931, 4. Februar 1939). Eine ältere Tochter war schon am 24. Juni 1917 auf Parsow zur Welt gekommen; sie starb 1981 in Braunschweig.
- 1919–1930
Zwei örtliche Ämter tragen ihn durch die Weimarer Jahre: Bei der Wahl vom 4. Mai 1919 und wieder am 20. Februar 1920 zieht er für die Deutschnationale Volkspartei in den Kreistag des Kreises Köslin ein, dem er noch 1930 angehört; zugleich ist er Amtsvorsteher des Amtsbezirks Parsow, zu dem Parsow, Schwemmin und Warnin gehören. Im selben Kreistag sitzt der Land- und Forstarbeiter Emil Strutz aus Parsow für die Sozialdemokraten.
- 5. Mai 1919
Das Amtsgericht Köslin trägt ins Genossenschaftsregister ein, dass der Rittergutsbesitzer Karl August von Gerlach in Parsow zum fünften Vorstandsmitglied einer in Körlin eingetragenen Genossenschaft gewählt wurde, an Stelle des verstorbenen Direktors Hausmann. Die Firma ist im Druck des Reichsanzeigers vom 8. Mai nicht sicher zu lesen. Es ist das dritte Ehrenamt binnen weniger Wochen: Kreistag im Mai, Brauereivorstand im August, dazwischen der Sitz in Körlin.
- 1921
In der Liste der anerkannten Saaten steht er zweimal: für Parsow mit Hafer, für Schwemmin mit Weizen, jeweils mit Menge, Preis und Postort Nassow bei Köslin (Reichsanzeiger 1. Februar 1921). Die Anerkennung von 1922/23 für Hafer war bisher der früheste Beleg; die Züchterei beginnt also mindestens ein Jahr früher und umfasst beide Güter.
- 1922
Umfassende Neugestaltung von Schloss Parsow unter seiner Leitung.
- 1922
Er leitet nach der Familiengüterverordnung das Verfahren ein, das den Fideikommiss auflösen wird – der erste Schritt vom gebundenen Familiengut zum freien Eigentum. In den Saatgut-Anerkennungslisten des Reichsanzeigers erscheint er 1922/23 als Züchter von Hafer.
- 1924–1942
Aufsichtsrat der Bohrisch-Brauerei AG in Stettin: 1924 zusammen mit Generaldirektor Erich Otte neu gewählt, 1930 wiedergewählt, 1939 noch im Amt (Reichsanzeiger 3. April 1924, 25. März 1925, 27. Mai 1929, 3. März 1930, 21. März 1939). Die Jahresabschlüsse 1939 und 1941 zeichnet der »Landwirt Karl-August v. Gerlach-Parsow« als Vorsitzer des Aufsichtsrats; 1940 führt er zugleich den Aufsichtsrat eines Berliner Kreditinstituts (Reichsanzeiger 18. April und 18. Mai 1940, 9. März 1942). Ein Handbuch der Aktiengesellschaften führt ihn doppelt: als »Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Kösliner Aktien-Bierbrauerei« und als »Mitglied des Aufsichtsrats der Bohrisch Brauerei Aktiengesellschaft, Stettin« – er steht damit an der Spitze genau des Unternehmens, das sein Großvater August 1873 gegründet hatte. Der volle Firmenname lautet in den Handbüchern »Bohrisch Brauerei- und Conrad-Brennerei Aktiengesellschaft«; 1922 übernahm sie die Unionbrauerei und beschränkte sich später auf den Braubetrieb.
- 1924–1928
Der Provinzialausschuss wählt ihn zum ersten Stellvertreter im Bezirksausschuss bei der Regierung in Köslin – der Behörde, die über Verwaltungsstreitsachen des Bezirks entscheidet. Neben ihm steht dort der Rittergutsbesitzer von Kleist auf Schmenzin. Die Kösliner Adressbücher führen ihn in dieser Rolle 1924, 1926 und 1928.
- 1925
Der Wahlausschuss lässt für die Wahl zum Provinziallandtag von Pommern im Wahlbezirk Köslin (Land)–Bublitz den Vorschlag der Deutschnationalen Volkspartei zu; an erster Stelle steht »v. Gerlach, Karl August, Fideikommißbesitzer, Parsow« (Kösliner Kreisblatt).
- 1925
Dem »Wegweiser und Heimatbuch von Köslin und Umgegend« gibt er einen Spruch mit: »Wer seine Heimat nicht liebt und nicht ehrt, der ist auch des Glücks in der Heimat nicht wert.« Gezeichnet ist er »von Gerlach-Parsow, Kgl. Preuß. Leutnant a. D., Fideikommißbesitzer. Parsow, 24. Juni (Johannistag) 1925«.
- 1926
Er tritt als Fachautor hervor: In einem Sammelband der Grünland-Aktiengesellschaft (Belgard an der Persante 1926) steht sein Beitrag »Grünlandfragen und die Aufgaben der Grünland A.-G.« nach dem Vorwort des Vorsitzenden von Wangenheim an erster Stelle.
- 1926
Als Amtsvorsteher unterzeichnet er am 24. März eine viehseuchenpolizeiliche Anordnung: Wegen Maul- und Klauenseuche auf dem Rittergut Schwemmin wird der Privatweg zwischen Parsow und Schwemmin durch den Parsower Wald für den öffentlichen Verkehr gesperrt (Kösliner Kreisblatt).
- 1927/1932
Der Publizist Hellmut von Gerlach – Namensvetter, nicht Verwandter – führt ihn in der sozialdemokratischen und kommunistischen Presse (»Die Barone als Steuerzahler«, Vorwärts 27. Juli 1932) als Beispiel steuerfreien Großgrundbesitzes an und nennt die Güter: Parsow 730, Schwemmin 800, Drosedow 1.310, Trienke 1.680 und Stadtgut Körlin 130 Hektar – zusammen 4.650 Hektar; die Kreuzzeitung stellte klar, dass die Parsower Gerlachs mit dem Publizisten nichts zu tun haben. 1928–1930 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Grünland AG in Belgard, 1940–1943 Aufsichtsratsvorsitzer weiterer Gesellschaften (Reichsanzeiger). Genauer: Die Pommersche Futterbaugesellschaft Grünland AG in Belgard führt er als Aufsichtsratsvorsitzender von Januar 1925 bis zur Liquidation im März 1934, die Einladungen zeichnet er in Parsow (Reichsanzeiger 5. Januar 1925, 25. Oktober 1928, 6. Februar 1930, 24. Februar 1934). Im Juni 1927 verteidigt er in Köslin vor sechshundert Bauern der Pommerschen Bauernschaft den Landbund – nach dem demokratischen Blatt mit wenig Anklang, das ihm ebenfalls vorhält, bei 18.200 Morgen keine Einkommensteuer zu zahlen (Politischer Wegweiser 25. Juni 1927). Hellmuts Artikel nennt als Nachbarn mit gleichem Steuerschicksal von Kameke-Karzig, von Sprenger-Nassow und Graf Hertzberg.
- 1927
Im Kreistag verliest er die Erklärung der Landbundfraktion gegen den Kreishaushalt: Der Zuschlag zu den Realsteuern steige auf 90,2 statt der geplanten 71,6 Prozent. Der Kreis rügt in seinem Blatt, dass die Fraktion die Erklärung zugleich in der ihr nahestehenden Presse habe verbreiten lassen (Kösliner Kreisblatt).
- 1928–1930
Am 3. März 1928 führt er mit O. Peglow und Geschäftsführer Küchler die Kreisgruppe Köslin des Pommerschen Landbundes bei einem Demonstrationszug zum Regierungspräsidenten Dr. Cronau in Köslin an; die sozialdemokratische Presse wirft ihm vor, seine Landbundgruppe auf einen Steuerstreik und notfalls »das Schwert« vorbereitet zu haben (Hamburger Echo 6. März, Volkswacht 12. März 1928). Im August 1930 unterzeichnet er mit rund dreißig pommerschen Gutsbesitzern eine Erklärung für die Politik Hugenbergs (Harburger Tageblatt 14. August 1930).
- 1929
Am 31. Oktober lädt er den Belgarder Verein für Geschichte und Heimatkunde nach Danzkrug ein, um eine Urne zu bergen. Es wird ein ganzes Gräberfeld: In dreieinhalb Stunden legen die Ausgräber sechzehn Fundstellen frei, zwei Urnen kommen heil heraus. Er selbst ist krank; seine Frau und die Kinder sind dabei, vier Gutsarbeiter helfen mit Spaten, der Pächter des Danzkruges steuert Löffel, Körbe und Packmaterial bei. Entdeckt hatte die Stelle der Gutsförster (Unsere Heimat, Beilage zur Kösliner Zeitung, Nr. 23).
- 1931
Am 27. November 1931 wird für Parsow ein Sicherungsverfahren nach der Osthilfe-Verordnung eröffnet, der erste Schritt zur landwirtschaftlichen Entschuldung; die Stettiner Wirtschaftszeitschrift »Ostsee-Handel« druckt ihn in der Liste der Betriebe mit über 40.000 Reichsmark Einheitswert im Kreis Köslin ab, neben den Nachbarn Kartz von Kameke (Streckentin), Elisabeth von Kameke (Varchminshagen) und Walter von Blankenburg (Strachmin) (Ostsee-Handel Jg. 12, 1932, Nr. 2). Im selben Jahr lobt er nach einem Bericht aus Bütow auf einer Landbund-Versammlung in Köslin den Reichslandbund-Präsidenten Eberhard Graf von Kalckreuth. Die Liste nennt ihn als »Karl August von Gerlach« mit dem Gut Parsow und setzt die Landberatung Pommern G. m. b. H. in Stettin als Treuhänder ein.
- 1920er/30er Jahre
Das Genealogische Handbuch des Adels führt ihn als »Rittmeister a. D. und Mitglied des Landtags«; Kyra Inachins Geschichte Pommerns nennt ihn als Abgeordneten der Deutschnationalen Volkspartei. Gemeint ist der Provinziallandtag von Pommern – siehe den Wahlvorschlag von 1925.
- 1931
Das Kirchliche Amtsblatt schreibt die zweite Pfarrstelle in Körlin aus und nennt ihn als Patron: Bewerbungen sind »an den Fideikommißgutsbesitzer von Gerlach in Parsow« zu richten. Das Patronat der Familie reicht damit über die eigenen Dorfkirchen hinaus bis in die Kleinstadt.
- 1933
Eine Rückschau auf das Stettiner Provinzialmuseum überliefert einen Streich: Er hob vor einer Tür des Sitzungssaals im Neuen Landeshaus eine Glasscherbe auf und bat bei einer Abendveranstaltung im »Preußenhof« den Generalfeldmarschall August von Mackensen, sie dem Museumsdirektor zu überreichen. Der alte Husar tat es mit einem silbernen Tablettchen von der Anrichte. Dem Museumsmann war diese Schenkung, wie er später schrieb, ganz und gar nicht amüsierlich (Baltische Studien, Neue Folge 58).
- 1933–1935
Er hilft der Familienforschung seines Bruders Klaus: Fünf Briefe und zwei Postkarten aus Parsow, geschrieben zwischen dem 11. August 1933 und dem 23. September 1935, liegen in dessen Arbeitsmappe »Gerlachsche Urkunden 1347–1767«; Klaus antwortet aus Berchtesgaden. Im Oktober 1934 schreibt ihm auch der Stettiner Staatsarchivar Georg Kupke.
- 1937
Hellmuth Bethe dankt ihm im Vorwort seiner Studie über die Bildnisse des pommerschen Herzogshauses (Baltische Studien NF 39) unter den Forschern und Sammlern, die ihm geholfen haben – Parsow gehört damit zu den Häusern, die zu den Herzogsbildnissen beitragen konnten.
- 1943
Schloss Parsow wird Auslagerungsort der Preußischen Staatsbibliothek: Nach der Besichtigung durch Generaldirektor Hugo Andres Krüß am 12. Juli treffen am 24./25. August per Eisenbahn 150 Kisten ein – Teile des Gesamtkatalogs und ausgewählte Fachgruppen; die Bibliothek zahlt 50 Reichsmark Miete im Monat. Auch Altmarrin, Billerbeck, Schötzow und Hohenwalde nehmen Bestände auf; 1945 wird keines der Häuser von Plünderung verschont, Parsow trifft es am härtesten (Voigt 1995; Schochow 2003).
- 1944
Das Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften führt die Kösliner Aktien-Bierbrauerei in der Brauergasse 11 mit »Gerlach, Parsow« als Vorsitzer des Aufsichtsrats und Generaldirektor Johannes Bundfuß aus Stettin als seinem Stellvertreter – ein Jahr vor seinem Tod steht er noch an der Spitze der Gründung seines Großvaters.
- bis 1945
Parsow, Schwemmin, Trienke und Drosedow in einer Hand – rund 4.500 ha.
- 1945
Besetzung durch die Rote Armee. Verschleppung und Ermordung. Ende der Gerlachschen Gutsfolge in Pommern.
- 1945
Beim Einmarsch der Roten Armee wird er zusammen mit fast allen Männern seiner Güter verschleppt und kommt um; das Genealogische Handbuch des Adels vermerkt als Sterbeort Friedenshütte in Oberschlesien.