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Person record

Sophie Pauline von Blanckenburg

* 13 May 1804 · Zimmerhausen† 21 October 1887 · Wernigerode
♀
Gender
female
Birth
13 May 1804 · Zimmerhausen
Death
21 October 1887 · Wernigerode
Age
83 years

Geboren am 13. Mai 1804 auf Zimmerhausen, gestorben am 21. Oktober 1887 in Wernigerode am Harz. Das Geburtsjahr steht im Brünner Taschenbuch von 1892 als 1805; das Handbuch des Preußischen Adels von 1893 gibt 1804, und nur das kann stimmen: Ihre Schwester Luise kam am 20. September 1805 zur Welt, und zwei Schwestern können nicht vier Monate auseinander geboren sein. Am 23. oder 25. Juni 1835 heiratete sie den Hofprediger Karl Friedrich Otto von Gerlach; sie war seine zweite Frau. Zehn Kinder zählt das Handbuch des Preußischen Adels von 1893 auf, und sie hat die meisten von ihnen überlebt: Konrad (1836), ein früh gestorbener Sigmund, ungetaufte Zwillingssöhne auf Kläden, Leopold Friedrich (1839), Adelheid (1840), Hedwig Agnes (1842), Ulrich (1843), ein zweiter Sigmund (1844) und Elisabeth (1846). Zwei starben 1847 als Kinder, Konrad 1875, Leopold Friedrich 1874, Hedwig 1876. Als sie starb, lebte von den sechsen nur noch Adelheid, die Witwe des Konsuls von Reichenbach in Smyrna. Ihren Mann überlebte sie um achtunddreissig Jahre.

Als Witwe steht sie fünfundzwanzig Jahre lang in den Berliner Adressbüchern, immer unter dem Titel ihres Mannes: 1856 als »verwitwete Konsistorialräthin« in der Schifferstrasse 8, von 1861 bis mindestens 1876 in der Schellingstrasse 10 und 1880 in der Lützowstrasse 82. Das Haus in der Schellingstrasse gehörte einem Professor; sie wohnte zur Miete. Quelle: Berliner Adressbücher 1856 bis 1880, Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Getraut wurde sie am 25. Juni 1835 von Strauß im Berliner Dom; gefeiert wurde in der Wohnung ihrer Mutter, im grossen Veronaschen Hause Unter den Linden, wo sechs Jahre zuvor ihre Schwester Luise denselben Weg gegangen war – die beiden Schwestern heirateten zwei Brüder. Ihr Schwager Ernst Ludwig, der beide Feste erlebte, hielt aus diesem einen Augenblick fest: wie der fünfjährige Jakob, einer der Waisen des dritten Bruders, in einem grünen Habit vor dem Altar sass. Zehn Jahre zuvor, als junges Mädchen, hatte sie schon auf der ersten Hochzeit desselben Schwagers gestanden, in Trieglaff, und sie war es, die später die Geschichte vom verhinderten Toast erzählte.

Quelle des Nachtrags: Ernst Ludwig von Gerlach, Aufzeichnungen aus seinem Leben und Wirken 1795–1877, Schwerin 1903, Band 1, S. 150 f. und 227.

Spouses / partners

Children (7)

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